Abbrecher

Ich ritze, Ich ratze, Ich schlitze und Ich kratze
Nein, ich bin keine Miezekatze
doch sehn ich mich nach einer Tatze
sieh mich an, sehe nichts in meiner hässlichen Fratze
Mein Haut lässt mich blind da stehen in Anbetracht des Ganzen
Es reicht nicht, dass ich mich nur kratze
Ich zerfetze meine Haut, auf dass sie platze
Alles soll raus was die Liebe mal pflanzte
Oh, Schmerz geh nicht weg, bleib hier
Ich weiß, mich zu verlassen, fällt allen so leicht
Dies ist der erste Streich, der zweite Schlag folgt sogleich.

Alles ist vergänglich
doch an das Herzzereissende der Dinge erinnert man sich täglich
als sei dieser Scheiß Moment für ewig
Wie man da steht und leise flucht:
„Verdammt! Wo sind sie nur hin?!“
Wie man in die Hosentachen greift
Wie man sich verzweifelt abtastet und scheinbar sucht
Wie man sich umdreht und auf den Boden schaut
und der Blick doch nichts Erfreuliches verbucht
Die Gestik ist missverständlich und lässt nach Hoffnung bohren
Was man ausspricht tut dies nicht:
„Ich habe sie verloren, meine Gefühle für Dich.“