Haus K – Schwarze Hülle, lebendiges Zuhause
In einer Baulücke in Leer, Ostfriesland, entsteht mit Haus K ein Wohnhaus, das japanische Materialkultur mit der Klarheit norddeutscher Architektur verbindet.
Die langgestreckte, zweigeschossige Kubatur wird von einer vollständig in Yakisugi ausgeführten Holzfassade umhüllt. Durch kontrolliertes Verkohlen erhält das Holz seine tiefschwarze, reliefartige Oberfläche. Je nach Licht verändert sich die Wahrnehmung der Fassade: Sie erscheint mal matt und zurückhaltend, mal lebendig und beinahe metallisch. Das warme Licht der Innenräume bildet dazu einen bewussten Kontrast.
Großzügige Verglasungen öffnen die gemeinschaftlichen Bereiche im Erdgeschoss zur Terrasse und zum Garten. Eine leichte Pergolastruktur erweitert den Wohnraum nach außen und vermittelt zwischen Architektur, Landschaft und Pool. Im Obergeschoss schafft das eingeschnittene Patio einen geschützten Außenraum mit Blick in den Garten.
Die Grundrissorganisation folgt dem Alltag der Familie. Offene Wohn-, Koch- und Essbereiche treffen auf klar gegliederte Rückzugsräume. Auf der Gartenseite ergänzt ein hölzerner Fun- und Fitnessbereich das Haus. Der Kletterparcours übersetzt die archetypische Form des Giebelhauses in eine spielerische Struktur aus Rahmen, Plattformen und Hängebrücken. Direkt aus den Kinderzimmern erreichbar, wird er zu einem eigenständigen Erlebnisraum zwischen Haus und Garten.
Haus K versteht Wohnen als Verbindung von Rückzug und Gemeinschaft, Präzision und Sinnlichkeit, Innenraum und Landschaft. Die reduzierte Kubatur schafft den ruhigen Rahmen für ein Haus, das sich erst durch seine Materialien, seine Öffnungen und das Leben seiner Bewohner vollständig entfaltet.

